Videospiele gehören für viele Jugendliche zum Alltag dazu. Doch nur wenige wissen, dass die meisten Games bewusst so gestaltet sind, dass sie möglichst lange fesseln – mit Belohnungssystemen, täglichen Aufgaben oder geschickt platzierten Kaufanreizen. GAME CHANGER greift diese Realität auf und macht sie zum Ausgangspunkt eines präventiven Workshops: Schüler*innen lernen, wie solche Mechaniken funktionieren, reflektieren ihr eigenes Spielverhalten und entwickeln anschließend selbst ein Spiel – mit einem neuen und kritischeren Blick für die Welt der Games.
Projekt
GAME CHANGER ist ein medienpädagogischer Workshop zur Prävention von problematischem Gaming-Verhalten. In Schulen in Bremen und im Nordwesten Niedersachsens setzen sich Schüler*innen damit auseinander, wie Spiele gestaltet sind und welche Mechaniken Motivation, Bindung und teilweise Kaufentscheidungen beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die kritische Analyse von Dark Patterns: Die Jugendlichen erkennen manipulative Strategien, reflektieren ihr eigenes Spielverhalten und lernen, Chancen und Risiken digitaler Spiele einzuschätzen. Die Workshops werden in Zusammenarbeit mit dem ServiceBureau Schule und Medien durchgeführt und von einem Team aus Medienpädagog*innen, Gamingexpert*innen und Fachleuten der Suchtprävention begleitet. In Praxisphasen arbeiten die Expert*innen direkt mit den Schüler*innen zusammen und geben ihnen Einblicke in die Mechaniken der Spieleindustrie. Auf dieser Grundlage entwickeln die Teilnehmenden eigene Games – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Anschließend testen sie ihre Ergebnisse gemeinsam und erleben so unmittelbar, wie unterschiedliche Spielmechaniken wirken.
Mehrwert
Game Changer zeigt jungen Menschen nicht nur, wie Spiele aufgebaut sind. Es geht deutlich weiter: Game Changer verschafft jungen Menschen ein tiefes Verständnis für Mechanismen, auf denen ihr eigenes Spielverhalten gründet. Damit wirkt sich der Workshop auf besondere Art auf das Bewusstsein der Teilnehmenden aus: Sie entwickeln eine reflektierte Haltung zum Gaming und erkennen die teils manipulativen Strategien, die hinter Spielen stecken können. Neben Kompetenzen wie analytisches Denken, Problemlösungsfähigkeit und Teamwork profitieren die Jugendlichen also auch auf persönlicher Ebene: Sie lernen sich selbst und ihre Mediennutzung bewusster wahrzunehmen. Damit zeigt Game Changer, wie pädagogische Arbeit und Gaming-Kultur zusammenfinden, um Jugendliche zu stärken und sie auf kreative Weise für ein gesundes Spielverhalten zu sensibilisieren.
Die Workshopwoche ist vollfinanziert von der hkk Krankenkasse aus Bremen.
Interesse? Hier sind unsere Rahmenbedingungen:
📚 ab Schuljahrgang 8, bis Schuljahrgang 11
🗓 1 Projektwoche in den Räumlichkeiten der Schule
👩🎓 mindestens 25 Schüler*innen im Klassenverband oder als Gruppe
💻 IPads und Internet stellt die Schule
Möchten Sie mehr erfahren oder einen Workshop in Ihrer Schule umsetzen? Dann freut sich Daniel auf Ihre Anfrage unter:
daniel@vomhoerensehen.de