Was bedeutet Demokratie für dich? Wer hat dafür gekämpft, dass wir heute frei unsere Meinung sagen können? In unserem Projekt tracking sind Schüler*innen aus drei Schulen in Verden diesen Fragen nachgegangen. Sie haben sich mit den Lebensgeschichten von Anita, Cato und Margarete beschäftigt – drei Frauen, die für Gleichberechtigung, Mut, Widerstand und Frieden stehen. tracking bedeutet dabei, Spuren zu entdecken: in den Erfahrungen dieser Frauen und auf dem eigenen Weg. Durch Nachforschen, Fragen und Unterwegssein entsteht so ein lebendiger Zugang zur Geschichte – und zur Frage, was sie mit unserem Leben heute verbindet.

Projekt

An drei Schulen und entlang von drei Biografien haben wir Schüler*innen durch eine intensive Recherche- und Lernreise begleitet. Interviews, Archivbesuche und Exkursionen nach Berlin, München und Mutlangen wurden zu Stationen eines gemeinsamen Erkenntniswegs. Jugendliche des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums in Achim, des Domgymnasiums Verden und des Gymnasiums am Wall Verden haben sich die Lebensgeschichten der demokratischen Vorreiterinnen erschlossen und sie sich zum Ausgangspunkt eigener Recherchen gemacht: Sie haben Fragen entwickelt, Interviews geführt, Materialien gesammelt und Inhalte aktiv mitgestaltet.

Dabei sind Vlogs, spontane Handyaufnahmen und klassische Interviews entstanden. Produziert von den Jugendlichen selbst, reflektiert und weiterentwickelt im Prozess. Gemeinsam mit uns haben sie daraus eine Multimediastory gestaltet, die alle drei Frauenbiografien miteinander verbindet. Das Ergebnis wird Teil der künftigen Dauerausstellung im Lernort Demokratie in Verden sein. So bleibt das Projekt mehr als eine Momentaufnahme, es wird Erinnerung zum Mitdenken und Weitersagen.

Gefördert wurde tracking von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Umgesetzt haben wir es in Kooperation mit dem Syndikatshof Verden. Ulrike Huhn hat tracking inhaltlich vor Ort begleitet. Wir waren für die medienpädagogische und digitale Umsetzung zuständig. 

Leistung

Details zur Leistung

Wir haben tracking von der ersten Idee bis zur fertigen Multimediastory konzipiert, gestaltet und technisch umgesetzt. Dabei haben wir eng mit der Historikerin Ulrike Huhn zusammengearbeitet. Aus dieser Zusammenarbeit ist auch über das Projekt hinaus eine gemeinsame Vision entstanden: eine lebendige Erinnerungskultur, besonders für junge Menschen. Gemeinsam ist es uns mit tracking gelungen, Medienbildung konkret werden zu lassen. Durch die Produktion eigener digitaler Formate haben wir die Jugendlichen dazu ermutigt, ihren eigenen Zugang zur Geschichte zu finden. Mit Kreativität, einem kritisch-konstruktiven Blick und im Austausch miteinander haben sie Geschichte auf ihre eigene Weise erschlossen und erzählt. Im Lernort Demokratie in Verden bleiben diese Perspektiven sichtbar. Dort fließen die Arbeiten der Jugendlichen in die öffentliche Erinnerungskultur ein.

Was können wir tun?
Leistungen