„Jeder Mensch sollte sich mit diesem Thema beschäftigen. Es [ist] eine Heuchelei, dass Deutsche meinen, dass die Geflüchteten gar nichts lernen möchten. Aber sie selbst stehen oben und meinen, dass es in Deutschland keine Homophobie oder Rassismus mehr gäbe.” (Pascha) Wie kann die Erinnerung an die NS-Zeit zum Anlass werden, um über die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen, die Ausgrenzung, Vertreibung und Flucht erlebt haben, zu sprechen? Im Projekt „Multi-peRSPEKTif“ des Denkorts Bunker Valentin wurde diese Frage ausgelotet. Um die Ergebnisse dieses anspruchsvollen und komplexen Prozesses greifbar zu machen, waren wir mit der Kamera dabei und haben eine Multimediaplattform für den Denkort entwickelt.

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Projekt

Im Projekt „Multi-peRSPEKTif“ des Denkorts Bunker Valentin in Bremen haben Menschen mit und ohne Migrationserfahrung gemeinsam Spuren von NS-Geschichte in Bremen und in Norddeutschland erkundet. Außerdem haben sie sich und ihre Geschichte(n) kennengelernt und sich in Form von Interviews ausgetauscht. Dabei ging es zum einen um die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden, die sie mit Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung gemacht haben. Zum anderen stand aber auch die Frage im Fokus, welche Anforderungen Orte wie der Bunker Valentin erfüllen müssen, um es allen Menschen zu ermöglichen, sich abgeholt zu fühlen und sich zu beteiligen. Dieses hochanspruchsvolle und wichtige Projekt durften wir am Abschlussseminar mit der Kamera begleiten. Das spannende für uns: Es stand zu dem Zeitpunkt noch nicht genau fest, wie das visuelle Ergebnis aussehen sollte. Aus einer Rolle zwischen Beobachtung und Teilnahme heraus haben wir Material gesammelt, Interviews geführt und Gespräche zwischen Teilnehmenden aufgezeichnet. Danach war uns schnell klar, dass ein linearer Film den fragmentarischen und komplexen Inhalten nicht gerecht werden kann. Also haben wir eine Multimediaplattform entwickelt, die den Besucher*innen des Bunkers Valentin die Möglichkeit bietet, selber zu entscheiden, welche Themen sie besonders ansprechen und wem sie zuhören möchten.

Leistung

Details zur Leistung

Die größte Herausforderung dieses Projektes war der sensible und empathische Umgang mit den Teilnehmenden. Da es sich bei dem Seminar um einen absoluten Safespace handelte, in dem sehr persönliche, teils traumatische Geschichten und Erlebnisse geteilt wurden, haben wir uns dafür entschieden, zunächst ohne Kamera teilzunehmen. Mit der Zeit haben wir immer mal wieder die Kamera in die Hand genommen. Viele persönliche Gespräche haben eine Vertrauensbasis geschaffen, die es uns schließlich ermöglicht hat, Gesprächsclips aufzuzeichnen, die später zum Herzstück der Multimediaplattform geworden sind. Entstanden sind eine Kurzdokumentation über das Projekt, Gesprächsclips mit den Teilnehmenden zu eigenen Erfahrungen mit den Themen „Flucht“, „Rasissmus“, und „Erinnerung“ und eine Fotodokumentation des Seminars. Mit der Software „Klynt“ haben wir all diese Bausteine zu einer Multimediaplattform zusammengestrickt, die es den Besucher*innen des Bunkers Valentin erlaubt, sich das Projekt im eigenen Tempo und interessengeleitet zu erschließen.

„Nicht mehr vom Jobcenter abhängig zu sein und meiner Tochter etwas bieten zu können“, das ist das Ziel von Vanessa Holzkamm. Sie ist eine alleinerziehende Mutter aus Bremen. Aber was braucht es, um ihr und allen anderen alleinerziehenden Müttern und Vätern den Weg ins Berufsleben zu erleichtern? Darum ging es beim Fachtag „Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden“ im Januar 2021.

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Projekt

Ziel des Fachtages war es, Probleme von Alleinerziehenden in Politik und Gesellschaft zur Sprache zu bringen und Lösungsansätze sowie Handlungsempfehlungen zu finden. Inhaltlich organisiert wurde er von Kristina Vogt, der Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Zu den Teilnehmenden gehörten Fachleute und Vertreter*innen aus der Politik, der Wirtschaft und aus themenbezogenen Organisationen. Nach moderativer Einführung von uns eröffnete Kristina Vogt die Veranstaltung mit sehr persönlichen Einblicken in ihr Leben und ihre Erfahrungen als alleinerziehende Mutter. Ihrer Rede folgten Keynotes und Input-Vorträge von Menschen, die mit der Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt entweder aus Perspektive von Arbeitgeber*innen zu tun haben oder aus Perspektive von Arbeitnehmer*innen. Einen moderativen roten Faden zwischen ihren Beiträgen und den Veranstaltungspunkten insgesamt zu weben, war dabei unsere Aufgabe. Im Anschluss an die Themeneinführung ging es für die etwa 70 Teilnehmenden in einen von vier Workshops. Jeder Workshop widmete sich einem Unterthema. Es ging um Akquise-Strategien, Stabilisierungsmöglichkeiten, Barrieren und Nachhaltigkeit. Letztgenannten Workshop durften wir methodisch begleiten. Wir sowie die anderen Methodenexpert*innen schufen in den Workshops einen kreativen Experimentierraum mit Platz für Erfahrungen, aber auch Zukunftsvisionen. Nach intensiver Gruppenarbeit wurden die erarbeiteten Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen in großer Runde präsentiert. Der Fachtag endete darauf mit Schlussworten der Bremer Landesfrauenbeauftragten Bettina Wilhelm.

Leistung

Details zur Leistung

Neben der Gesamtmoderation des Fachtages und der Konzeption sowie Leitung des Workshops zur „Nachhaltigkeit in der Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden“ waren wir auch für die technische Planung und Umsetzung zuständig – inklusive technischem Support während der Veranstaltung. Außerdem standen wir Francis Mubanga vom Referat 23, die den Fachtag inhaltlich organisiert hat, mit Rat und Tat zu Seite. Durch die enge Zusammenarbeit mit ihr haben wir viele Einblicke erhalten, die uns eine durchdachte, aber auch sensible Gesamtmoderation ermöglicht haben. Auch die Konzeption unseres Workshops wurde uns durch den intensiven Austausch erleichtert. Ausgestattet mit Fachliteratur konnten wir uns umfassend einarbeiten und einen Workshop gestalten, der dem Thema insgesamt, aber auch dem Unterthema im Speziellen feinfühlig und offen begegnete. Wie die Kommentare der Teilnehmenden im Anschluss an den Fachtag gezeigt haben, war es eine sehr gelungene Veranstaltung.

Eine detaillierte Zusammenfassung des Fachtages inklusive der einzelnen Ideen findet sich in diesem Padlet.

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Gemeinsam mit vomhörensehen haben wir einen digitalen Fachtag umgesetzt, der nicht nur aufgrund einer guten inhaltlichen Vorbereitung erfolgreich verlief, sondern auch durch einen problemlosen technischen Ablauf und eine gelungene Moderation. Die Teilnehmenden waren begeistert. Dazu hat vomhörensehen beigetragen.
Francis Mubanga,
Abteilung Arbeit der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

In eine virtuelle Welt eintauchen, die Perspektive wechseln, Diskriminierung nachempfinden. Das Projekt „Diverse Reality“ soll genau das möglich machen. Denn soziale Ausgrenzung und Diskriminierung passieren oft unbewusst. Auch in Bewerbungsprozessen. Deshalb wollen wir mit einem Virtual-Reality-Film für Diversity-Schulungen Bewusstsein schaffen und sensibilisieren.

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Projekt

In Zusammenarbeit mit dem IQ-Netzwerk  haben wir ein Schulungsmodul für diversity-sensible Personalauswahlverfahren entwickelt. Dieses Modul soll den Teilnehmenden helfen, Diskriminierung aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen zu können. VR-Anwendungen ermöglichen im Vergleich zu Frontalunterricht intensivere Lernerlebnisse. Durch das Eintauchen mit der VR-Brille in eine virtuelle Realität erfährt der ganze Körper die Situation, auch Mind-Body Connection genannt. Deshalb möchten wir die Lerninhalte für Schulungen im öffentlichen Dienst um eine VR-gestützte Anwendung erweitern. In einem interaktiven Online-Workshop mit Expert*innen aus dem Bereich „Diversity“ und „Personal“ haben wir Herausforderungen in und Visionen für Bewerbungsprozesse erarbeitet. Diese Workshops boten uns eine Grundlage, um ein geeignetes Drehbuch zu entwickeln. Ende 2021 soll ein Pilotfilm entstehen, der in Schulungen zum Einsatz kommt.

Leistung

Details zur Leistung

Wir arbeiten bedürfnisorientiert. Das heißt, wir entwickeln nicht einfach drauf los, sondern erarbeiten in Workshops die konkreten Bedarfe unserer Kund*innen und ihrer Zielgruppen. So auch in dem „Diverse Reality“-Projekt. Hier haben wir wichtige Stakeholder*innen in einem interaktiven Online-Workshop mit 30 Teilnehmenden aus den Fachbereichen „Diversity“ und „Personal“ zusammengebracht. Gemeinsam mit ihnen haben wir die Herausforderungen von Personalauswahlverfahren im öffentlichen Dienst im Kontext von Diversity unter die Lupe genommen. Mit Kreativtechniken gelang es uns die richtigen Fragen zu stellen, um an den Kern des Bedarfs zu kommen. Zum Einsatz kamen dabei auch kreative Tools wie „Miro“ oder „Padlet“. Durch sie konnten wir strukturiert und zugleich kollaborativ arbeiten – und waren mit Spaß bei der Sache. Dafür, dass die vielen Ideen und Workshopergebnisse in die Umsetzung gebracht werden, sorgt zurzeit die begleitende Projektkoordination. Mit Leidenschaft und Herzblut gehen wir gerade in die Endphase des Projektes: die Produktion des VR-Films.

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Nicht nur vom Hörensagen, sondern dankenswerterweise vom Hören, Sehen und Erleben mit den eigenen Sinnen kann ich sagen, dass vomhörensehen mit ihrer Medienarbeit auf allen Kanälen, analog und digital, so einfühlsam wie professionell viel Gutes tut – chapeau! Es ist mir eine große Freude, mit Euch zusammenzuarbeiten. Weiter so!
Asmus Nitschke,
Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer

Der gelbe Knopf auf dem riesigen Mischpult ist gedrückt, das rote Licht im Radiostudio leuchtet und damit ist auch das Mikrofon „scharf“ geschaltet. Die Radiosendung „New School“ ist „On Air“ und eine 16-jährige Moderatorin beginnt zu sprechen. Newschool ist unsere Workshopreihe, mit der wir und Bremen NEXT Schulklassen in crossmediale Radioredaktionen verwandeln. Sie erleben also, wie die Arbeit bei einem Radiosender aussieht, welche Rollen es zu besetzen gilt und welche Inhalte produziert werden müssen.

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Projekt

Mit New School holen wir Klassen aus ihrem Schulalltag raus und manövrieren sie stattdessen in den Berufsalltag beim Radiosender Bremen NEXT. In einer Woche erleben und erlernen die Schüler*innen alles, was es braucht, um eine Radiosendung auf die Beine zu stellen, sie filmisch zu dokumentieren und sie gleichzeitig über Social Media zu bewerben. Unterstützt werden sie dabei von Medienpädagog*innen und Redakteur*innen von Bremen NEXT. Sie führen die Schüler*innen an journalistische Darstellungsformen heran und unterstützen sie bei Recherche, Planung und Produktion von zum einen Radiosendung und zum anderen Social Media-Performance. Neben einer Radio- und einer Social Media-Redaktion gibt es ein Filmteam, das die Workshoptage insgesamt dokumentiert. Alle Gruppen steigen im Verlauf der Woche immer tiefer in die Redaktions- und Medienarbeit ein. Sie suchen nach Interviewpartner*innen und Expert*innen für ihre Themen, führen Interviews und machen Umfragen unter Mitschüler*innen oder Passant*innen, die dann im weiteren Prozess von ihnen aufbereitet und geschnitten werden. Während die Social Media-Redaktion kontinuierlich „Content“ veröffentlicht, läuft bei der Radioredaktion alles auf den finalen Tag hinaus. An jedem Freitag einer Workshopwoche gehen sie mit ihrer Sendung im Studio von Radio Bremen live. Dafür haben sie vorher die Moderationen verfasst, passende Musik ausgewählt und den Sendeplan angefertigt. Der gelbe Kopf auf dem riesigen Mischpult wird gedrückt, das rote Licht im Radiostudio leuchtet.

Leistung

Details zur Leistung

Auf den ersten Blick betrachtet werden bei New School Medieninhalte durch Schüler*innen produziert. Genauer hingesehen passiert hier aber wesentlich mehr: Die praktische Umsetzung und die direkte Verknüpfung mit eigenen Themen führt zu einem unverfälschten Einblick in das Berufsfeld rund um Radio und zu einem ganz neuen Verständnis über Medien. Dieser Ansatz macht es uns auch möglich, sperrige Themen wie z.B. Urheberrecht und Datenschutz einzubringen und verhandeln zu lassen. All diese praktischen, systemischen und theoretischen Erfahrungen zusammengenommen bringen die Schüler*innen am Ende zu einer wichtigen Kompetenz: Medien anders als zuvor rezipieren und reflektieren zu können.

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Bremen NEXT – New School wäre ohne die tolle Zusammenarbeit mit vomhörensehen kaum möglich gewesen. Mit ihrem Know How, ihrem Engagement und ihrer Herzlichkeit hat vomhörensehen maßgeblich dazu beigetragen, die Projektwoche für die Schülerinnen und Schüler zu einem einzigartigem Erlebnis und einer wertvollen Erfahrung zu machen.
Dennis Miler,
Bremen NEXT

Demokratie ist mehr als alle vier Jahre zur Wahlurne zu gehen. Aber wie zeigt sich dieses „Mehr“ bei Jugendlichen? Wie leben sie Demokratie? Wie engagieren sie sich? Mit unserer Onlinekampagne „EUreact“, in Auftrag gegeben von der Berliner Schwarzkopfstiftung, haben wir vier politisch engagierten jungen Menschen eine Plattform geboten und auf diese Weise auch andere junge Menschen zum konstruktiven Diskurs motiviert.

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Projekt

EUreact ist unsere Onlinekampagne, mit der wir vier politisch engagierte junge Menschen in vier zielgruppenorientierten und dynamischen Videos vorstellen. In den Vorstellungsvideos erzählen die Protagonist*innen, was sie tun, um die Zukunft nicht sich selbst zu überlassen. Veröffentlicht wurden die Videos auf den Social Media-Kanälen der Schwarzkopfstiftung – mit der ausdrücklichen Aufforderung an alle Viewer*innen unter dem Hashtag #EUreact Kommentare und Fragen zu hinterlassen. Dieser Aufforderung sind zahlreiche Abonnent*innen nachgekommen. Die Beteiligung und das Interesse in der Zielgruppe waren groß. Aufgegriffen wurden die Kommentare und Fragen der Crowd von den vier Protagonist*innen dann wieder in abschließenden Antwortvideos. Die so entstandenen Clips sind persönliche und informative Filme, die Anreize dazu schaffen, ebenfalls politisch mitzumischen und sich zu engagieren.

Leistung

Details zur Leistung

Mit EUreact haben wir uns auf eine Ausschreibung der Schwarzkopfstiftung beworben. Diese Ausschreibung bezog sich auf ein Filmprojekt über politisches Engagement von jungen Menschen im Kontext der Bundestagswahl 2017. Dass wir unter allen Bewerber*innen ausgewählt wurden, hatte vor allem mit unserem partizipativen Konzept zu tun. Sowohl die Protagonist*innen als auch die Zuschauer*innen, in unserem konkreten Fall die Social Media-User*innen, sollten aktiv in den Entstehungsprozess der Filme eingebunden werden. Mit diesem konzeptionellen Call and Response-Ansatz konnten wir die Stiftung überzeugen. Gleiches ist uns mit den Videos gelungen.

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Das vomhörensehen-Team hat spürbar Spaß an seiner Arbeit und macht dadurch unglaublich viel möglich.
Bernard Dröge,
Schwarzkopfstiftung Junges Europa

Eine Stadtteil-App, die mehr ist als eine weitere App auf dem Smartphone? Was muss sie bieten? Welche Informationen muss sie bereithalten und welche Features sollte sie stellen? Als Berater*innen unterstützen wir die GEWOBA bei der Entwicklung einer partizipativen “Pilot-Quartiers-App” für den Stadtteil Bremen Vahr.

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Projekt

Der eigene Stadtteil und seine Angebote übersichtlich in einer App: Mit dieser Idee hat vomhörensehen sich 2019 im Auftrag der GEWOBA in verschiedenen Workshopformaten befasst, um darauf aufbauend ein umfassendes Konzept für die Inhalte einer „Quartiers-App“ entwickeln zu können. Mithilfe von Design Thinking-Methoden wurden Menschen aus unterschiedlichen Bereichen in diesen Prozess eingebunden. Sowohl GEWOBA-Mitarbeiter*innen als auch Mieter*innen der GEWOBA haben ihre Perspektive einfließen lassen. Warum? Weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass die Entwicklung einer „Quartiers-App“ prozessorientiert und partizipativ gestaltet werden muss, um auf Akzeptanz im Stadtteil zu stoßen. Denn nur, wenn eine Quartiers-App die alltäglichen Bedürfnisse und Ansprüche der Bewohner*innen abbildet und unterstützt, hat sie einen längerfristigen Mehrwert. Erarbeitet wurden also multiperspektive Inhalte. Sie sind die Basis für unser Konzept, das wir nun in eine Pilot-App für den Stadtteil Bremen-Vahr überführen werden. Verstärkt wird unser Team dabei von einer IT-Agentur aus unserem Netzwerk.

Leistung

Details zur Leistung

Mit unseren Erfahrungen aus Beteiligungsformaten wie z.B. unserem eSport-Fachtag oder unserem Innovationscamp konnten wir die GEWOBA seit 2019 bei Ihrem Prozess zur Entwicklung einer Quartiers-App begleiten und beraten. In kleineren Arbeitsgruppentreffen, aber auch größeren Workshops mit allen Beteiligten haben wir Ideen gesammelt, strukturiert und in ein Konzept gegossen. Auf Grundlage der erarbeiten Ergebnisse übersetzen wir die Bedürfnisse der Mieter*innen und Stakeholder*innen in einen Funktionsumfang für eine App. Zusammen mit einer IT-Agentur stellen wir darauf aufbauend eine technische Strategie auf, die sie im Anschluss programmieren. Nach Fertigstellung der Pilot-App setzen wir uns außerdem dafür ein, dass die App in den Stadtteil integriert und nachhaltig genutzt wird. Zur umfassenden Beteiligungsstrategie zählt dabei insbesondere der Aufbau eines Redaktionsteams, das die App mit aktuellen Inhalten befüllt. Auch in diesem Prozess sollen Quartiersnutzer*innen einbezogen werden. Insgesamt verstehen wir uns in diesem Projekt als Möglichmacher*in und Vermittler*in zwischen GEWOBA und dem Quartier bzw. ihren Mieter*innen.

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Viele Perspektiven, gute Laune, tolle Zusammenarbeit und konstruktiver Dialog – besser kann ein Workshop kaum laufen.
Mitarbeiterin,
GEWOBA

Kollaboratives Handeln, agile Prozesse und innovative Technik bestimmen die Zukunft der Arbeitswelt. Was heißt das für Arbeitsmodelle und das Bildungssystem der Zukunft? Wie wollen wir ausbilden und arbeiten – und was können wir tun, um die Gesellschaft einzustimmen und zu aktivieren? Mit unserem ARBEITSSPEICHER – Innovationcamp Bremen haben wir ein mehrtägiges Bildungsevent zur Arbeit 4.0 veranstaltet.

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Projekt

Zwei Tage im November 2017 haben Kreative, Unternehmer*innen, Auszubildende und Menschen aus der Bildung und Wissenschaft darüber diskutiert, wie das Lernen der Zukunft gestaltet werden kann. Neben Impulsvorträgen und Workshops mit Expert*innen war die eigene Kreativität gefragt, um gemeinsam neue Herausforderungen zu identifizieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Ähnlich eines Bar Camps lebte der Arbeitsspeicher von den Erfahrungen und Ideen aller Mitwirkenden. In der produktiven Atmosphäre der alten Silberbesteckmanufaktur in der Bremer Neustadt gab es außerdem crossmedialen Input, gutes Essen und ein spannendes Kulturprogramm inklusive Live-Band. Schirmherr der Veranstaltung war Bremens damaliger Bürgermeister Dr. Carsten Sieling. Zu unseren politischen Gästen zählten auch die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries und der damalige Wirtschaftssenator, Martin Günthner.

Alle Informationen rund um das Programm sind in der Dokumentation zu finden.

Leistung

Details zur Leistung

Wir wurden vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes beauftragt, ein Konzept für die Veranstaltung zu entwickeln, das Event zu organisieren, durchzuführen und zu dokumentieren. Dieser Auftrag war für uns mit intensiven Arbeitsmonaten verbunden, an deren Ende das gesamte Team involviert war. Wir haben sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt – zu jeder Phase. Und auch Schweiß war dabei. Denn wir haben die jahrelang ungenutzte Manufaktur entrümpelt und veranstaltungstauglich gemacht. Umso stolzer sind wir darauf, dass das Event bundesweite Strahlkraft erzielt hat und damit ein voller Erfolg war.

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Eine wahnsinnige Energie! Ich fand die Mischung an Menschen großartig: jung und alt, alles vertreten.
Camp-Teilnehmerin,
Hermann-Böse-Gymnasium Bremen

Gesund sein heißt nicht krank zu sein. Oder steckt doch mehr dahinter? In den Color Your Life-Workshops erarbeiten wir gemeinsam mit Jugendlichen, was es heißt, gesund zu leben. Die Jugendlichen setzen sich intensiv mit dem Thema auseinander, indem sie in nur einer Woche ihre eigenen Kurzfilme dazu produzieren.

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Projekt

Color Your Life umfasst eine fünftägige Workshopwoche. Sie beginnt mit einem Einstieg in den Themenkomplex „Gesundheit“. Gemeinsam mit Gesundheits-Referent*innen erschließen sich die Schüler*innen ihre persönlichen Zugänge zu sozialer, psychischer, körperlicher und existenzieller Gesundheit. Im Anschluss erlernen sie spielerisch die Basics zu Filmdreh und Filmsprache, um dann möglichst schnell selbst aktiv werden zu können. Medienpädagog*innen und Filmemacher*innen unterstützen sie dabei, ihre Filmideen in Form zu bringen. Aus Schüler*innen werden eifrige Kamerafrauen und -männer, Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Cutter*innen. Am letzten Tag der Workshopwoche bekommen die Filme ihren finalen Schliff, bevor alle Produktionen auf großer Leinwand einem Publikum präsentiert und damit noch einmal ganz anders erlebt werden. Das Gefühl der Filmpremiere greifen wir noch einmal auf, wenn wir alle teilnehmenden Schulen zum Abschlussevent einladen und sich die Schüler*innen von Projektpartner*innen, Presse und Interessierten feiern lassen können. Zu den Projektpartner*innen gehören die hkk Krankenkasse als Förderer und die Sportbünde Oldenburg, Delmenhorst, Wesermarsch, Ammerland und Friesland als Kooperationspartner.

Leistung

Details zur Leistung

Durch die kreative und medienbasierte Herangehensweise gelingt es Color Your Life Präventionsarbeit zu leisten, die wirkt. Wir können die Schüler*innen dazu motivieren, eine eigene Haltung zum Thema „Gesundheit“ zu entwickeln und sie darüber hinaus in einem Film festzuhalten. Unseren einfühlsamen Medienpädagog*innen gelingt es, eine außergewöhnliche Lernumgebung zu schaffen, bei der sich die Schüler*innen frei und eigenverantwortlich bewegen und ausleben können. Diese Atmosphäre setzt häufig verborgene Talente frei und kann dabei helfen neue Kompetenzen der einzelnen Schüler*innen zum Vorschein zu bringen. Das ist auch die besondere Kraft von Color Your Life: Wenn Kompetenzen wie Kompromissbereitschaft, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein freigelegt werden. Die Erfahrungen darüber, wie Filme technisch und erzählerisch realisiert werden, werden dabei fast schon zum Nebeneffekt.

Aftershowmovie zu Color your Life 2018/2019.
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vomhörensehen führt seit 2016 sehr kompetent, kreativ und zuverlässig die Workshops von Color Your Life durch. So werden daraus immer sehr gute und für die Schüler effektive sowie attraktive Workshops. Die guten Produktionsergebnisse spiegeln die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit dem Themen „Gesundheit“ und „Medien“ wieder und erzeugen eine nachhaltige Wirkung
Constanze Schwaiger,
hkk Krankenkasse

Bin ich schön genug? Bin ich cool genug? Bin ich überhaupt genug, so wie ich bin? Gerade Jugendliche stellen sich Fragen wie diese. Manche von ihnen sind leicht beantwortet. Manche sind es nicht. Manche können zu Krisen werden. Aber welche Auswege gibt es? Unser Kreativwettbewerb Ausweg Gesucht gibt Jugendlichen die Möglichkeit, sich ganz individuell zu diesem Thema auszudrücken. 

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Spannung im Saal des Cinespace.

Projekt

Mit Ausweg Gesucht bewegen wir Jugendliche dazu, sich mit Krisen in ihrem Leben auseinanderzusetzen. Uns geht es darum, ihnen ein Ventil, aber auch Sprachrohr zu geben. Hier können Jugendliche ihre Gedanken und Meinungen loswerden. Sie können Gleichaltrigen Orientierung geben. Sie können sich aber auch mit Profis aus Kultur und Gesundheit vernetzen. Dem voraus geht die kreative Produktion eines eigenen Films, Songs, Textes oder Bildes. Nach Einsendeschluss werden alle Beiträge von unserer Jury mit Expertise und Feingefühl bewertet. Etwa zehn Beiträge werden in jedem Jahr auf einer Preisverleihung im Kino ausgezeichnet – Preisgelder über 7.000 Euro und Live-Act inklusive. Unabhängig von Auszeichnung oder nicht erhalten alle Teilnehmenden ein individuelles Feedbackschreiben. Denn jeder Beitrag verdient Wertschätzung. Bedingt durch die Corona-Krise wurde die Preisvergabe 2020 ins Netz verlegt. 

Preisträger*innen in Film 2019.

Leistung

Details zur Leistung

Ausweg Gesucht ist eines unserer langjährigen Projekte. Nach sechs Jahren zeichnet sich unser Jugendwettbewerb heute durch eine routinierte, aber trotzdem wandelbare Kampagnenarbeit aus. Dazu gehört eine einfallsreiche Öffentlichkeitsarbeit, die dem Thema gerecht wird, und intensive Akquise- sowie Netzwerkarbeit, die die Zielgruppe überzeugt. Mit der Zeit zu gehen und junge Menschen, aber auch mögliche Multiplikator*innen immer wieder aufs Neue anzusprechen ist eine Stärke des Wettbewerbs. Zu Ausweg Gesucht gehört aber auch verlässliches Projekt- sowie Veranstaltungsmanagement, das sich vor allem in unserem mitreißenden Preisverleihungsevent widerspiegelt. Initiiert haben wir Ausweg Gesucht 2015 mit dem Landesinstitut für Schule. Von der Idee, Suchtprävention jugendgerecht und zeitgemäß anzugehen, konnten wir damals auch die hkk Krankenkasse überzeugen. Sie ist seither Förderer.

Aufruftrailer zu Ausweg Gesucht 2021.
FAAKMARVIN als Live Act 2019.
Gewinner des Sonderpreises der Brema 2019 mit Direktorin Cornelia Holsten.
Digitale Preisverleihung 2020 in den Pusdorf Studios.
we had to leave. als Live Act in 2020.
Preisträgerin im Interview mit Moderatorin Bianca Marstaller.
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Es gibt manchmal völlig vom Zwang entriegelte Arbeitsprozesse. Man ist durch einen Workflow motiviert, der von Kreativität, Innovation und Professionalität bestimmt ist – und dem Gefühl, genau das Richtige zu tun. Das erlebe ich in der Arbeit mit vomhörensehen.
Dr. Oliver Peters,
Landesinstitut für Schule Bremen

Ein Gespräch, du verstehst es nicht. Eine Geste der Begrüßung, sie sagt dir nichts. Ein Schwall an Briefen von offiziellen Ämtern, du kennst sie nicht. Kommen Menschen aus anderen Ländern nach Bremen, stehen sie oft vor einem Berg an Herausforderungen: Wie finde ich mich zurecht? Was muss ich tun? Wo kann ich mich beraten lassen? www.welcometobremen.de ist unsere umfassende Website für zugewanderte Menschen. Hier finden sich Antworten auf sämtliche Fragen zum Leben in Bremen.

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Im Austausch über die Inhalte auf der Webseite.

Projekt

Mit unserer Website unterstützen wir zugewanderte Menschen dabei, sich in Bremen zu orientieren und zu integrieren – beruflich wie privat. Deshalb finden sich auf der Seite umfassende Informationen zu wichtigen Themen und Anlaufstellen – abrufbar auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi. Vermittelt werden sie leicht verständlich und übersichtlich in Kategorien wie “Alltag & Leben”, “Gesundheit” oder “Deutschkurse”. Eine besondere Kategorie ist “Arbeit & Beruf”. Denn im Rahmen unseres Teilprojektes “Welcome to Bremen – NetWork“ setzen wir uns detailliert mit Informationen zu Arbeit und Qualifizierung in Bremen auseinander, arbeiten sie multimedial auf und machen sie auf unserer Seite einfach zugänglich. Dabei entstehen nicht nur sorgfältig ausgearbeitete Inhalte, sondern auch Medienformate wie ein sehr persönlicher Videopodcast mit Erfahrungen von Menschen, die es geschafft haben und in Bremen angekommen sind.

Anwendungstests zur Usability der Website.

Leistung

Details zur Leistung

Welcome to Bremen ist eines unserer Herzensprojekte. Die Seite lebt von der Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, darunter auch geflüchtete Menschen. Durch sie konnten wir die Seite so aufbauen, dass sie den Bedarfen und Bedürfnissen von zugewanderten Menschen umfassend und zugleich sensibel entgegenkommt. Neben Ehrenamtler*innen beteiligen sich auch Behörden und andere Akteur*innen an Welcome to Bremen. Dadurch fließen verschiedene Perspektiven in die Seite mit ein. Initiiert haben wir das Projekt 2015 gemeinsam mit dem Webentwickler tjards.com, dem LidiceHaus und dem Quartiersmanagement Kattenturm & Arsten Nord. Seither wird die Seite durch uns gepflegt und in einem Beirat immer wieder diskutiert und weiterentwickelt. 

Welcome to Bremen Network – Videopodcast Taher.
Welcome to Bremen Network – Videopodcast Irina.
Welcome to Bremen Network – Videopodcast Tarek.